Einer für alle – alle für Kenia!

„Einer für alle, alle für Kenia!“ – dieser Appell stand im Zentrum des Gottesdienstes, mit dem am Samstag, den 26. September 2026, das Schulfest am Gymnasium der Mariannhiller Missionare eröffnet wurde. Schon dieser Ruf machte deutlich, worum es an diesem Tag im Kern ging: um Verbindung – zwischen der Schulgemeinde in Maria Veen und unserer Partnerschule St. Michael’s in Athi bei Nairobi, Kenia. 

Gestaltet und vorbereitet wurde der Gottesdienst von Schulseelsorger Pater Thomas Winzenhörlein gemeinsam mit der Gottesdienst-AG unter Leitung von Schulleiterin Sigrid Kliem und Religionslehrer Henning Konert. Zum Auftakt erklang „Can you feel the love tonight“ von Elton John, gespielt von unserer Schülerin Josefine Trockel an der Trompete und Musiklehrer Henning Haselmann am Klavier. Schwerpunkt des Gottesdienstes war ein Dialog zwischen Clara Koch von der Gottesdienst-AG und Schulleiterin Sigrid Kliem. Darin berichtete Frau Kliem von den Zuständen und der Bedürftigkeit an der St. Michael’s School, die von Kolleginnen und Kollegen der Schule regelmäßig besucht wird. Die Schulleiterin zeigte sich bewegt von dem herzlichen Empfang dort vor Ort, der beispielsweise in einem speziellen Erlebnis spürbar geworden sei: „Ich war noch nie bei einer Straßeneinweihung dabei, das war für mich etwas ganz Besonderes!“ Clara Koch griff die Verbundenheit zwischen den beiden Schulen am Ende ihres Dialogs auf und rief allen Anwesenden engagiert zu: „Einer für alle – und alle für Kenia!“

Passend dazu stand das “Gleichnis vom barmherzigen Samariter “ aus dem Lukasevangelium im Mittelpunkt und die Frage, wer eigentlich unser Nächster ist. Pater Thomas übertrug die Geschichte auf den Schulalltag: Ein Schüler verletzt sich, und die Reaktionen fallen ganz unterschiedlich aus – der eine tut, als habe er nichts bemerkt, eine andere hat keine Zeit, ein Dritter zückt sogar sein Handy, um Fotos zu machen. Erst eine Schülerin bleibt stehen, schaut hin und hilft wirklich. Eine eindringliche Erinnerung daran, dass Hinsehen und Handeln oft näher beieinanderliegen, als man denkt – ganz gleich, ob im Schulflur in Maria Veen oder tausende Kilometer entfernt in Kenia. 

Der Erlös des Schulfests kommt in diesem Jahr also insbesondere der „Partnerschule“ des GMV zugute, der St. Michael’s School in Athi / Kenia. Wie im Gottesdienst deutlich wurde, kommen die Spenden der vergangenen Schulfeste dort tatsächlich an und zeigen Wirkung – nicht zuletzt daran erkennbar, dass die Prüfungsergebnisse der Partnerschule mittlerweile zu den besten in ganz Kenia zählen, so Frau Kliem. 

Nach diesem stimmungsvollen Auftakt in der Kirche verwandelte sich das Schulgelände zwischen 11 und 16 Uhr in ein buntes Ausstellungs- und Aktionsgelände: Jede Klasse hatte einen eigenen Stand auf die Beine gestellt, und die Vielfalt konnte sich sehen lassen. Wer sein Geschick testen wollte, konnte sich am Dosenwerfen, Fußball-Dart, Entenangeln oder Schätzglas versuchen, sich beim Bobbycar-Rennen oder in den „Bubble Balls“ auspowern oder gleich zwei Escape Rooms knacken. Andere Klassen luden zu Casinospielen, einem Länder- und Vereinslogo-Quiz oder zum Armbänder- und Blumentopf-Basteln aus recyceltem Kunststoff ein. Für Kulinarisches war ebenfalls bestens gesorgt: Crêpes, Pancakes, Waffeln, Hotdogs, Bratwürstchen, Schokofrüchte, Popcorn und Zuckerwatte sorgten dafür, dass niemand hungrig nach Hause gehen musste, während in der Cafeteria und am Getränke- und Pommes-Stand die Schülerinnen und Schüler der EF kräftig mit anpackten. Besonders hervorzuheben ist, dass auch unser Förderverein präsent war, der – wie schon am 22.09.2026 in einem Vortrag für die Q1 und Q2 – für die DKMS mit der Möglichkeit einer Stammzellentypisierung geworben hat, um den Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen. 

Athletisch wurde es ab 12 Uhr auf dem Sportplatz, wo die Klassen 5 und 6 in Staffelläufen über 8×50 Meter gegeneinander antraten. Am Nachmittag folgten von 13:30 bis 16 Uhr die Spiele der U15-Mädchen und der D-Jugend des SC Reken, die dem sportlichen Programm einen würdigen Abschluss bescherten. 

Um 16 Uhr klang das Schulfest schließlich gemütlich aus. Zurück blieb der Eindruck eines Tages, der zeigte, wie viele gestaltende Hände es braucht, damit ein solches Fest gelingt – und wie eng die Schulgemeinschaft in Maria Veen mit der Partnerschule in Kenia verbunden ist. Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Trockel als Hauptorganisator! Und vielen Dank auch den vielen weiteren Helferinnen und Helfern (Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kollegium), die mit viel Engagement bewirkt haben, dass dieser Tag zu einem wunderbaren, die Schulgemeinschaft verbindenden Erlebnis wurde! 

Text: Homepageredaktion (dp); Fotos: Doris Kötting, Daniel Polreich

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