21.03.2024

Europa macht Schule - am GMV!

"Back to School"-Initiative: Besuch eines EU-Mitarbeiters an unserer Schule.

Am 15. März 2024 nahmen die Kurse "Wir in Europa" der 9. und 10. Klassen sowie die Geschichts-Leistungskurse an einer Veranstaltung im Rahmen der "Back to School"-Initiative teil. Klaus Boele, der seit 15 Jahren als Politikbeauftragter im Europäischen Ausschuss der Regionen in Brüssel tätig ist, leitete diese Veranstaltung. Er brachte den Schüler*innen seine Arbeitserfahrungen für die EU näher und stand für zahlreiche Fragen rund um das Thema EU zur Verfügung.

Die Veranstaltung begann damit, dass Herr Boele sich und seine Tätigkeiten vorstellte. Die Idee, in der EU zu arbeiten, kam ihm erstmals durch das Erasmus+ Programm, welches ihm ermöglichte, ein Jahr in Schottland zu verbringen. Er beschrieb sich als "Vermittler" zwischen den Politikern, der vor allem kommunale und regionale Vertreter berät und unterstützt. Seine Bemühungen sind in der Förderung der ländlichen Entwicklung erkennbar, und er strebt auch an, dass die nächste Kommission verstärkt die Bedürfnisse und Herausforderungen ländlicher Gebiete berücksichtigt. Des Weiteren präsentierte er verschiedene europäische Initiativen für junge Menschen, die für die Schüler*innen interessant sein könnten. Dazu zählten unter anderem das Europäische Solidaritätskorps, die Europäische Jugendwoche und das Erasmus+ Programm. Zudem thematisierte er das Wahlalter ab 16, das erstmals bei den diesjährigen Europawahlen in Kraft treten wird, und ermutigte die Schüler*innen, sich zu informieren und an den Wahlen teilzunehmen.

Im Anschluss wurden die Schüler*innen dazu ermutigt, Fragen über die EU zu stellen. Viele nutzten dieses Angebot, und es entstand eine lebendige Fragerunde. Dabei wurden nicht nur pro-europäische Fragen gestellt, sondern die Teilnehmenden zeigten sich auch offen für einen kritischen Blick, wie zum Beispiel auf das Demokratiedefizit innerhalb der Europäischen Union. Sie stellten Fragen, die verschiedene Perspektiven und Standpunkte zur EU beleuchteten. Es wurde unter anderem über die Idee einer einheitlichen Sprache innerhalb der EU diskutiert. Herr Boele brachte zum Ausdruck, dass dies als ein Demokratiedefizit angesehen werden könnte, da einige Mitgliedstaaten sich möglicherweise aufgrund ihrer Sprache vernachlässigt fühlen würden. Herr Boele war offen für die kritischen Blicke auf zahlreiche Themen, die die EU beschäftigen. Auch er als Beamter der EU beschönigte nicht ernste und hochdiskutierte Angelegenheiten. Er betonte beispielsweise: "Europa könnte noch mehr im Kampf gegen die Bürokratie tun."

Zuletzt kamen die Teilnehmenden und der Veranstalter zu zwei Entschlüssen: Die 2020er können als europäisches Krisenzeitalter betitelt werden, und Klaus Boele betonte, dass die EU nicht nur ein Zusammenschluss vieler Länder ist, sondern wir alle ein Teil des Ganzen sind. Die Schüler*innen hatten die Chance, sich noch zusätzliches Infomaterial zu den anstehenden Europawahlen mitzunehmen.

Die lebhafte Fragerunde und die Offenheit für kritische Betrachtungen zeigen, dass die Schüler*innen unserer Schule bereit sind, sich aktiv mit europäischen Themen zu befassen und ihren Teil zur europäischen Zukunft zu leisten.

Vielen Dank allen, die diese Veranstaltung organisiert haben!

Leonie (10c)


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