Biologie und Umweltkunde
Womit wir arbeiten:
Unsere Schule verfügt über drei modern ausgestattete Fachräume. Die Sammlung kennzeichnet sich zunächst durch eine umfassende Ausstattung mit Materialien zur Durchführung von Experimenten, digitale und analoge Mikroskope, eine Dokumentenkamera, diverse Pflanzenmodelle und anatomische Modelle, Filmmaterial und Mikropräparate. Ebenso besteht ein umfangreiches Softwarerepertoire, mit dem die Schüler und Schülerinnen an mehreren Schülernotebooks selbstständig arbeiten können. Der Unterricht wird in jedem Fachraum durch interaktive Whiteboards, durch Computer-Beamer-Einheiten und entsprechende Internet-Zugänge für Recherchen und Notebooks unterstützt. Durch diesen Medieneinsatz können wir den neuen Herausforderungen an das Unterrichtsfach Biologie und den Standards des Zentralabiturs gerecht werden.
Was wir möchten:
Der Beitrag des Faches Biologie zur naturwissenschaftlichen Grundbildung liegt in der Auseinandersetzung mit dem Lebendigen. Die lebendige Natur bildet sich in verschiedenen Systemen ab, z.B. der Zelle, dem Organismus, dem Ökosystem und der Biosphäre sowie in deren Wechselwirkungen und in der Evolutionsgeschichte. Das Verständnis biologischer Systeme erfordert zwischen den verschiedenen Systemen gedanklich zu wechseln und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Damit kann der Biologieunterricht in besonderem Maße multiperspektivisches und systemisches Denken entwickeln. Entsprechend den Kernlehrplänen gilt es zur Entwicklung individuellen Selbstverständnisses beizutragen und den Schülerinnen und Schülern wichtige Erkenntnisse und Entwicklungen in den Biowissenschaften durchschaubar und verständlich zu machen. Durch das Unterrichtsfach Biologie werden primäre Naturerfahrungen gewährleistet. Diese können einen wesentlichen Beitrag zur Wertschätzung und Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten und die Bewertungskompetenz für ökologische, ökonomische und sozial tragfähige Entscheidungen anbahnen.
Wie wir unterrichten:
Ziele und Inhalte des Biologieunterrichts sind den gültigen Richtlinien des Landes NRW, den Kernlehrplänen entsprechend angelegt. Der Biologieunterricht setzt in der Jahrgangsstufe 5 ein und wird in der Sekundarstufe I in 6 Wochenstunden à 60 Minuten erteilt. In der Jahrgangsstufe 8 wird kein Biologieunterricht erteilt.
Jahrgangsstufe Unterrichtsstunden (à 60 Minuten)
5 2 Stunden Biologieunterricht
6 1 Stunde Biologieunterricht
7 1 Stunde Biologieunterricht
9 1 Stunde (bei fakultativer Wahl: + 3 Stunden UWK)
10 1 Stunde (bei fakultativer Wahl: +2 Stunden UWK)
EF/Q1/Q2 wählbar als Grund- oder Leistungskurs
Die Jahrgangsstufen 5 und 6 knüpfen an die Arbeit der Grundschulen an, bemühen sich um eine Angleichung der Voraussetzungen und stellen somit
eine einheitliche Ausgangsbasis her. Im Biologieunterricht kann dabei auf die Kompetenzen zurückgegriffen werden, die bereits im Sachkundeunterricht erworben wurden. In der Jahrgangsstufe 8 findet kein Biologieunterricht statt.
Die Unterrichtsinhalte in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Sekundarstufe I über die jeweils ausgewiesenen Kompetenzen verfügen und auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vorbereitet werden.
In den Klassen acht und neun findet sich Inhalte der Biologie zusätzlich im Wahlpflichtfach Umweltkunde (Differenzierungsbereich). Hier steht ein hohes Maß an praktischer Arbeit im Vordergrund. Die Umweltkunde soll Lust auf die Naturwissenschaften machen, an das
Was wir zusätzlich bieten:
Exkursionen und Freilandarbeit sollen den Biologieunterricht durch Praxisbezug bereichern und ergänzen. Regelmäßige Exkursionen führen im Fach Umweltkunde z. B. zum NSG Fürstenkuhle in Hochmoor, zum Zwillbrocker Venn zur Erkundung von Mooren und Feuchtwiesen und zum Heidhof in Dorsten-Kirchhellen. Im Weiteren besteht eine Patenschaft für zwei Naturschutzgebiete: die „Hülsterholter-„ und die „Hülstener Wacholderheide“. In Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsschutzbehörde des Kreises Borken übernehmen die Umweltkundekurse hierbei die jährlich anfallenden Pflegearbeiten. Ferner besuchen sie regelmäßig die Biokompostierungsanlage der EGW in Gescher-Estern. Sie erfahren hierbei Einblicke in Abfallbeseitigung, -sortierung, -aufbereitung und Papierrecycling.
Im Biologie- und Umweltkundeunterricht -sowie durch eine Biogarten-AG- wird die Pflege und Unterhaltung des Schulgartens durchgeführt.
Gesundheitserziehung, Drogen- und Suchtprophylaxe vollzieht sich u. a. durch die Teilnahme von Klassen der Sekundarstufe I an dem europaweit angelegten Wettbewerb “Be smart – Don`t start” (Absicht ist den Beginn des Rauchens zu verhindern). Dies erfolgt seit mehr als 12 Jahren institutionalisiert.
Die Animation von Schülerinnen/Schülern, Schülergruppen und/oder ganzen Klassen der Sekundarstufe I zur Teilnahme an dem Schülerwettbewerb:
“bio-logisch-nrw.de“ dient der Förderung, der Unterstützung des experimentellen, des wissenschaftspropädeutischen Arbeitens. Die Ansprüche gehen hierbei über die Erfordernisse der Richtlinien/Lehrpläne hinaus.
Am Ende der Jahrgangsstufe Q1 besuchen die Schüler/innen das Haus Ruhrnatur in Mülheim. Dort bekommen sie praxisnah einen Einblick in den aktuellen ökologischen Zustand der Ruhr. Im Mittelpunkt stehen die Untersuchung der Lebensgemeinschaften, die Bewertung der Gewässerstruktur und die Gütebestimmung der biologischen Wasserqualität (Saprobienindex).
In der Jahrgangsstufe Q2 besichtigen die Schüler aller Grund- und Leistungskurse das Neanderthalmuseum in Mettmann und nehmen dort an einem Workshop zur Evolution des Menschen teil (Arbeit mit Abgüssen fossiler Schädel von verschiedenen Menschenarten).
Die Schüler/innen der Biologieleistungskurse der Q2 fahren zusätzlich zum Schülerlabor der Ruhr-Universität-Bochum. In einem molekular-genetischen Praktikum erarbeiten sie Techniken zur Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks.
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