Das Kloster
Maria Veen – Von Moorlandschaft zum Kloster- und Schulstandort
Ende des 19. Jahrhunderts lag dort, wo heute Maria Veen ist, nur karges Moorland mit einigen Bauernhöfen der „Middelbauerschaft“ Groß-Reken. Als um 1880 durch den Einsatz von Kunstdünger das Moor für Investoren interessant wurde, wollte Pfarrer Harrier seine Gemeinde vor Spekulanten schützen. Er hatte die Idee, Trappistenmönche einzuladen, um ein Kloster zu gründen und sich gleichzeitig um Obdachlose („Tippelbrüder“) zu kümmern.
Gründung des Klosters Maria Veen (1888)
Mit Unterstützung von Max von Landsberg-Velen wurde Kontakt zum Bischof von Münster aufgenommen. Die Trappisten willigten ein – unter der Bedingung, dass es eine Bahnstation gäbe. 1888 wurde ein Vertrag mit dem gegründeten „Kolonieverein“ geschlossen: Die Trappisten übernehmen die Kolonieleitung, der Verein stellt später ein Klostergebäude und 300 Morgen Land bereit.
Am 19. Juni 1888 trafen die ersten fünf Trappisten ein, darunter Pater Anselm Ellering (Namensgeber der Ellering-Grundschule). Der Ort wurde „Maria Veen“ genannt – nach der Gottesmutter Maria und dem örtlichen Moor („Veen“).
Bis 1912 entstanden ein großes Kloster im Zisterzienserstil mit Kirche (1903) sowie Anlagen für Landwirtschaft und die Arbeiterkolonie. 1902 und 1913 bauten die Mönche außerdem die ersten Gebäude des heutigen Rehabilitationszentrums.
Übergang an die Marianhiller Missionare (1952)
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Trappisten noch immer keinen rechtlichen Grundbesitz, und es fehlte an Nachwuchs. 1952 wurde das Prioriat aufgelöst. Die Mariannhiller Missionare übernahmen das Kloster und gründeten eine eigene Schule.
Gründung des Gymnasiums Maria Veen
Am 22. April 1958 startete das Gymnasium mit 15 Schülern. Internat und Schule wuchsen schnell. Ab 1970 wurden auch Mädchen aufgenommen. Heute besuchen über 900 Schüler die Schule. Seit 1972 haben über 1300 Jugendliche hier ihr Abitur gemacht. Das Internat wurde zum Jugendbildungshaus umgewandelt.
Weiter Entwicklungen
- Die ehemalige Trappistenkirche wurde 1952 Pfarrkirche St. Marien für Maria Veen und Hülsten.
- Heute leben noch sechs Mariannhiller im Kloster.
- Der Orden hat weltweit ca. 350 Mitglieder, vor allem in Afrika, Amerika, Europa und Papua-Neuguinea aktiv.
- Seit 1998 besteht ein „Freundeskreis der Mariannhiller“, der die Missionsarbeit unterstützt.
Das Kloster
Maria Veen – Von Moorlandschaft zum Kloster- und Schulstandort
Ende des 19. Jahrhunderts lag dort, wo heute Maria Veen ist, nur karges Moorland mit einigen Bauernhöfen der „Middelbauerschaft“ Groß-Reken. Als um 1880 durch den Einsatz von Kunstdünger das Moor für Investoren interessant wurde, wollte Pfarrer Harrier seine Gemeinde vor Spekulanten schützen. Er hatte die Idee, Trappistenmönche einzuladen, um ein Kloster zu gründen und sich gleichzeitig um Obdachlose („Tippelbrüder“) zu kümmern.
Gründung des Klosters Maria Veen (1888)
Mit Unterstützung von Max von Landsberg-Velen wurde Kontakt zum Bischof von Münster aufgenommen. Die Trappisten willigten ein – unter der Bedingung, dass es eine Bahnstation gäbe. 1888 wurde ein Vertrag mit dem gegründeten „Kolonieverein“ geschlossen: Die Trappisten übernehmen die Kolonieleitung, der Verein stellt später ein Klostergebäude und 300 Morgen Land bereit.
Am 19. Juni 1888 trafen die ersten fünf Trappisten ein, darunter Pater Anselm Ellering (Namensgeber der Ellering-Grundschule). Der Ort wurde „Maria Veen“ genannt – nach der Gottesmutter Maria und dem örtlichen Moor („Veen“).
Bis 1912 entstanden ein großes Kloster im Zisterzienserstil mit Kirche (1903) sowie Anlagen für Landwirtschaft und die Arbeiterkolonie. 1902 und 1913 bauten die Mönche außerdem die ersten Gebäude des heutigen Rehabilitationszentrums.
Übergang an die Marianhiller Missionare (1952)
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Trappisten noch immer keinen rechtlichen Grundbesitz, und es fehlte an Nachwuchs. 1952 wurde das Prioriat aufgelöst. Die Mariannhiller Missionare übernahmen das Kloster und gründeten eine eigene Schule.
Gründung des Gymnasiums Maria Veen
Am 22. April 1958 startete das Gymnasium mit 15 Schülern. Internat und Schule wuchsen schnell. Ab 1970 wurden auch Mädchen aufgenommen. Heute besuchen über 900 Schüler die Schule. Seit 1972 haben über 1300 Jugendliche hier ihr Abitur gemacht. Das Internat wurde zum Jugendbildungshaus umgewandelt.
Weiter Entwicklungen
- Die ehemalige Trappistenkirche wurde 1952 Pfarrkirche St. Marien für Maria Veen und Hülsten.
- Heute leben noch sechs Mariannhiller im Kloster.
- Der Orden hat weltweit ca. 350 Mitglieder, vor allem in Afrika, Amerika, Europa und Papua-Neuguinea aktiv.
- Seit 1998 besteht ein „Freundeskreis der Mariannhiller“, der die Missionsarbeit unterstützt.

