Die Geschichte der Mariannhiller Missionare in Deutschland

Bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts entsandte Franz Pfanner, Gründer des Klosters Mariannhill in Südafrika, sogenannte Sammelbrüder nach Europa. Diese hielten den Kontakt zu Unterstützern der Missionsarbeit und sammelten Spenden. Erste feste Standorte entstanden ab 1889 in Würzburg, 1898 in Köln und 1900 in Breslau, wobei dort schon seit 1891 Brüder aktiv waren. Auch in Österreich und der Schweiz wurden Vertretungen eingerichtet. 

Die Ausbildung des Ordensnachwuchses fand ursprünglich ausschließlich in Südafrika statt, was durch die hohen Reisekosten viele Interessenten abschreckte. Erst 1911, nach der offiziellen Trennung des Mariannhiller Ordens von den Trappisten, konnten Ausbildungsstätten in Europa eröffnet werden. In den Niederlanden entstand das Missionshaus St. Paul, in Lohr bei Würzburg das Missionsseminar Aloysianum (ab 1922). 1920 folgte das Missionshaus St. Josef in Reimlingen, das sich mit einer eigenen Druckerei, Schule, Internat und Landwirtschaft zu einem wichtigen Zentrum entwickelte. 1929 wurde in Würzburg ein eigenes Priesterseminar eröffnet.  

Die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg brachten große Rückschläge für die Mariannhiller. Viele Niederlassungen wurden in ihrer Arbeit behindert oder ganz geschlossen, und es kam zu einem deutlichen Rückgang an Personal. Nach dem Krieg konnten jedoch fast alle Standorte – mit Ausnahme jener im heutigen Polen – wieder aufgebaut werden. Das Reichskonkordat wurde weiterhin anerkannt, wodurch die Ordensschulen rechtlich abgesichert waren. 

In der Folgezeit gelang es der Kongregation, das Schul- und Internatswesen sogar weiter auszubauen. Besonders bedeutend wurde das ehemalige Trappistenkloster Maria Veen im Münsterland, das die Mariannhiller 1952 übernahmen und zu einem Gymnasium entwickelten. Heute besuchen rund 900 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium Maria Veen. Außerdem besteht dort ein Jugendbildungshaus. 

1951 erwarb der Orden das Kloster Mönchsdeggingen, das zeitweise Sitz des Generalats war, bis dieses 1970 nach Rom verlegt wurde. 

Heute haben sich die Aufgaben der Mariannhiller gewandelt. Neben der Missionsarbeit übernehmen die Brüder und Patres vor allem pastorale Tätigkeiten im Sinne ihres missionarischen Auftrags innerhalb der katholischen Kirche. 

Die Geschichte der Marianhiller Missionare in Deutschland

Bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts entsandte Franz Pfanner, Gründer des Klosters Mariannhill in Südafrika, sogenannte Sammelbrüder nach Europa. Diese hielten den Kontakt zu Unterstützern der Missionsarbeit und sammelten Spenden. Erste feste Standorte entstanden ab 1889 in Würzburg, 1898 in Köln und 1900 in Breslau, wobei dort schon seit 1891 Brüder aktiv waren. Auch in Österreich und der Schweiz wurden Vertretungen eingerichtet. 

Die Ausbildung des Ordensnachwuchses fand ursprünglich ausschließlich in Südafrika statt, was durch die hohen Reisekosten viele Interessenten abschreckte. Erst 1911, nach der offiziellen Trennung des Mariannhiller Ordens von den Trappisten, konnten Ausbildungsstätten in Europa eröffnet werden. In den Niederlanden entstand das Missionshaus St. Paul, in Lohr bei Würzburg das Missionsseminar Aloysianum (ab 1922). 1920 folgte das Missionshaus St. Josef in Reimlingen, das sich mit einer eigenen Druckerei, Schule, Internat und Landwirtschaft zu einem wichtigen Zentrum entwickelte. 1929 wurde in Würzburg ein eigenes Priesterseminar eröffnet.  

Die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg brachten große Rückschläge für die Mariannhiller. Viele Niederlassungen wurden in ihrer Arbeit behindert oder ganz geschlossen, und es kam zu einem deutlichen Rückgang an Personal. Nach dem Krieg konnten jedoch fast alle Standorte – mit Ausnahme jener im heutigen Polen – wieder aufgebaut werden. Das Reichskonkordat wurde weiterhin anerkannt, wodurch die Ordensschulen rechtlich abgesichert waren. 

In der Folgezeit gelang es der Kongregation, das Schul- und Internatswesen sogar weiter auszubauen. Besonders bedeutend wurde das ehemalige Trappistenkloster Maria Veen im Münsterland, das die Mariannhiller 1952 übernahmen und zu einem Gymnasium entwickelten. Heute besuchen rund 900 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium Maria Veen. Außerdem besteht dort ein Jugendbildungshaus. 

1951 erwarb der Orden das Kloster Mönchsdeggingen, das zeitweise Sitz des Generalats war, bis dieses 1970 nach Rom verlegt wurde. 

Heute haben sich die Aufgaben der Mariannhiller gewandelt. Neben der Missionsarbeit übernehmen die Brüder und Patres vor allem pastorale Tätigkeiten im Sinne ihres missionarischen Auftrags innerhalb der katholischen Kirche.